Der unbeugsame Arm – eine Übung mit der Kraft des Geistes

Der unbeugsame Arm ist ein Test im Aikido, Tai Chi Chuan und anderen Qi-Künsten.

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Ein angespannter Arm kann leicht gebeugt werden. Ein lockerer Arm dagegen kaum. Je entspannter der Arm ist, umso schwerer ist er zu biegen.

Wie funktioniert dies?

Die einen sagen, dass liegt an der Kraft des Qi, die durch den lockeren Arm fließen kann. Die anderen sehen profane Gründe dafür.

Der unbeugsame Arm und seine Ausführung

Für die Übung wird gern ein skeptischer Teilnehmer ausgewählt. Der streckt seinen Arm aus. Er legt seine Hand auf die Schulter des Vorführers, mit dem Ellbogen nach unten. Er macht seine Hand zur Faust und spannt auch sonst den Arm an. Der Vorführer kann dann seine Arm relativ leicht an dem nach unten weisenden Ellbogen durchdrücken.

Dann folgt der zweite Versuch. Nur diesmal soll er den Arm nicht anspannen, er soll ihn entspannen. Das Handgelenk baumelt bequem. Er schaut in die Richtung, in die der Arm zeigt. Der Arm wird in der Vorstellung immer weiter ausgedehnt. Bis zur Wand, bis aus dem Gebäude heraus, bis zum Horizont. Er soll sich vorstellen, wie ein starker Energiestrom durch den Arm fließt. Dieses Gefühl wird aufrechterhalten und dann wird jemand gebeten, den Arm zu beugen. Wenn Entspannung und Vorstellungskraft aufrechterhalten werden, kann der Arm nicht gebogen werden.

 

Im Video (Spieldauer 02:10 Minuten) wird die Tai Chi Übung „Unbendable Arm“ erklärt.

 

Der unbeugsame Arm und Erklärungen dafür

* Vorstellungskraft
Hier zeigt sich die Bedeutung der Vorstellungskraft. Je besser Körper und Geist miteinander verschmelzen, umso besser gelingt das Experiment. Umso eher wird aus der Vorstellungskraft eine körperliche Kraft.

* Qi Fluss
Es ist der Fluss des Qi, der den Arm gerade hält. Je lockerer Körperteile sind, umso besser kann das Qi durch sie hindurch fließen. Es ist wie bei einem Feuerlöschschlauch, durch den das Wasser mit einem hohen Druck fließt. Der kann auch nicht mehr verbogen werden. Die Kraft des Qi ist stärker als die Kraft der Muskeln. Man muss es nur zulassen.

* Dehnungsreflex
Der Dehnungsreflex hält uns aufrecht. Ohne Zuhilfenahme des Gehirns gibt er gerade soviel Spannung in die Muskeln geben, dass wir ohne Anstrengung aufrecht stehen können. Ohne bewusstes Denken tut er eine Menge für die Muskelaktivität. Diesen Reflex gibt es nicht nur in den Beinen, es gibt ihn auch in den Armen.

* positives Denkens
Das positive Denken zeigt hier seine Macht.

* Visualisierung
Auch mit der Visualisierung kann trainiert werden. Das ist ein Beispiel dafür.

* Muskeln arbeiten gegeneinander
Der Arm wird von Muskeln gestreckt und von anderen Muskeln gebeugt. Das erledigen Bizeps und Trizeps. Wenn der Arm angespannt ist, arbeiten diese Muskeln gegeneinander. Sie neutralisieren sich gegenseitig. Es ist leicht, den Arm zu beugen. Wenn der Arm aber entspannt ist, arbeiten nur die Muskeln, die wirklich gerade gebraucht werden. Einem Beugeversuch wird ein ganz anderer Widerstand entgegengesetzt.

 

Im Video (Spieldauer 01:51 Minuten) wird „The Unbendable Arm“ als Kiatsu Übung erklärt.

 

Schlussfolgerung

Diese Übung hilft dabei, den Körper richtig zu benutzen und besser mit im umzugehen.

Eine Änderung im Geist kann auch körperlich viel bewegen.

So kann mit der richtigen geistigen Einstellung das Training deutlich verbessert werden.

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