Grappling – 6 Bodenkampf-Stile werden zu einem Wettkampf-Stil

Grappling bezeichnet in den Kampfkünsten ganz allgemein der Bodenkampf. Es ist aber auch eine eigenständige Sportart.

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Es geht darum, den Gegner zu Boden zu bringen, ihn in eine unvorteilhafte Position zu zwingen, ihn bewegungsunfähig zu machen und zum aufgeben zu bringen.

Dabei geht es nicht um rohe Kraft oder Brutalität. Es wird vielmehr oft mit Schach verglichen. Es geht darum, den Gegner durch verschiedene Techniken immer mehr in den Griff zu bekommen.

Das Training beansprucht alle Bereiche des Körpers. Die Fitness wird gesteigert. Das Verletzungsrisiko ist gering. Es eignet sich für alle Alters- und Leistungsstufen.

 

Im Video (Spieldauer 02:24 Minuten) wird eine Bodenkampf Technik erklärt und trainiert.

 

Die Grappling Techniken

Im Grappling wird nicht geschlagen oder getreten, es wird geworfen und gegriffen. Es ist eine Kampftaktik in vielen Kampfsportarten.

Neben dem Techniktraining gehören dazu viel Ausdauertraining und Krafttraining.

Das Ziel der Techniken ist es, einen Angriff zu verlangsamen und die Bewegungen des Gegners zu kontrollieren. Den Gegner in eine unvorteilhafte Position zu bringen und ihn dann bewegungsunfähig zu machen. Dazu gehören Strategie und Taktik.

Zunächst muss dafür die Schlag- und Tritt-Distanz überwunden werden, um den Gegner zu Fall bringen zu können. Auf dem Boden geht es dann darum, den Gegner mit einem Gelenkhebel oder einem Würgegriff unter Kontrolle zu bringen. Dazu gehört auch eine effektive Gegenwehr. Schließlich wird Grappling auch bezeichnet als die Kunst, sich aus Klammergriffen zu befreien.

 

NoGi Grappling

Der Gi ist der traditionelle Kampfanzug, wie er beispielsweise im Judo getragen wird.

Beim Grappling wird in der Regel ohne Gi gekämpft. Getragen wird eine kurze Hose und ein Shirt.

Das verändert den ganzen Kampf. Der Kämpfer kann sich nicht am Anzug festhalten.

Der Gegner wird am Nacken ergriffen und an den Gelenken. Der Kampf wird temporeicher. Der Kampf ist physisch sehr anspruchsvoll.

Der Kampf ohne Kampfanzug ist unerlässlich, wenn es in den Bereich der Mixed Martial Arts geht.

 

Der Name Grappling

Das Wort kommt vom englischem Begriff „to grapple“ und bedeutet festhalten, ringen, sich raufen.

Es wird meist übersetzt mit Griffkampf.

Es wird oft aber auch bezeichnet als Submission-Wrestling, also als Bodenkampf bis zur Aufgabe des Gegners.

 

Im Video (Spieldauer 06:05 Minuten) werden auf Englisch fünf Gründe aufgezählt, warum der Bodenkampf in einem Straßenkampf gut ist.

 

Grappling Wettkämpfe

Der Bodenkampf ist kein Sport für Einzelkämpfer. Grappling ist ein Mannschaftssport. Zwar steht man im Ring allein, aber der Weg dahin führt über die Gemeinschaft. Zum trainieren und motivieren braucht es die Mannschaft.

Der Kampf ist gewonnen, wenn der Gegner aufgibt. Dafür muss der Gegner abklopfen. Die einzig andere Möglichkeit ist ein Sieg nach Punkten.

Grappling ist ein Wettkampfsport. Es gibt viele nationale, europäische und internationale Turniere. Grappling Verbände tun viel dafür, die Wettkämpfe als regelmäßiges Ereignis zu etablieren.

Einen Aufschwung erfuhr der Bodenkampf durch die Erfolge der Brazilian Jiu Jitsu Kämpfer bei den Mixed Martial Arts. Hier ist so ziemlich alles erlaubt, das boxen, das schlagen und das treten. Selbst auf einen am Boden liegenden kann eingetreten werden. Dennoch sind es die Bodenkämpfer, die meistens den Sieg davon tragen.

Hier weitere Informationen zum Thema G r a p p l i n g – beim freien Lexikon Wikipedia

 

Bodenkampfstile

Die Bodenkampfstile, von denen die wichtigsten Techniken im Grappling stammen, sind die folgenden.

* Ringen – der Klassiker

* Jiu Jitsu – die Techniken der Samurai

* Judo – der modernere Bodenkampfstil

* Brazilian Jiu Jitsu – hat den Bodenkampf erst wieder richtig populär gemacht

* Sambo – die russische Variante

* Mixed Martial Arts – hier gewinnen meistens die Bodenkämpfer

 

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