Guan Dao – die chinesische Hellebarde

Guan Dao hat eine Geschichte voller Legenden. Schon der Name ist legendär.

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Die Hellebarde gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Heute wird die Hellebarde kaum noch eingesetzt. Sie ist aber als Symbol immer noch sehr beliebt.

Die Guan Dao Legende

General Guan Yu hat der Legende nach diese Waffe entwickelt.

General Guan Yu ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten der chinesischen Geschichte. Er gilt als der Kriegsgott und wird als Schutzherr der chinesischen Kampfkünste verehrt. Sein Porträt ziert noch heute die Wände vieler Kung Fu Schulen.

Sein Bart und sein Schnauzer richteten sich auf, wie die Klinge einer Hellebarde.

Seine Hellebarde hat eine religiöse Bedeutung. In vielen Klöstern Chinas hängt ein Exemplar.

 

Im Video (Spieldauer 03:44 Minuten) wird eine Form mit der Hellebarde des Generals Guan Yu vorgeführt.

 

Der Name der Hellebarde

Guan ist der Name des Generals Guan Yu.

Dao bedeutet Großer Säbel oder wörtlich großes Messer.

Guan Dao ist die bekannteste chinesische Hellebarde. Sie wird auch genannt „Grüner Drache Mondsichel (Halbmond) Hellebarde“ oder „Die Hellebarde des blaugrünen Drache, der den Mond verhüllt“.

Sie ist erkennbar durch den grünen Drachenkopf zwischen Klinge und Stiel. Nachdem General Guan Yu seine Hellebarde beim Schmied in Auftrag gegeben hatte, erschien beim schmieden ein grüner Drache, der in die Hellebarde mit eingearbeitet wurde. Dies machte die Hellebarde zu einer magischen Waffe.

 

Verschiedene Ausführungen des Guan Dao

Die Hellebarde ist eine seltene Waffe geworden. Wegen ihres Gewichts und ihrer Länge ist sie einfach unpraktisch geworden.

Sie ist ca. 2 Meter lang und hat ein Gewicht von 12 Kilogramm. Historische Waffen waren bis zu 40 kg schwer und noch darüber.

Die 5 wichtigsten Teile werden beschrieben mit: Erde, Himmel, Herrscher, Eltern und Meister. Die Schneide steht für die Erde, weil die Klinge nach unten zeigt. Der gezackte Rücken steht für den Himmel, weil er nach oben zeigt. Die Spitze ist der Herrscher. Der Teller bzw. das Parierstück dient dem Schutz, so wie Eltern ihre Kinder beschützen. Der Stil ist der Meister, der alles führt.

 

Im Video (Spieldauer 03:20 Minuten) wird eine Hellebardenform mit Meister Fu während eines Seminars in Slowenien vorgeführt.

 

Üben mit der Hellebarde

Die Hellebarde ist eine Waffe für die fortgeschrittenen Kung Fu Kämpfer.

Aufgrund ihres Gewichtes wird mit ihr eine große Kraft im ganzen Körper trainiert. Die Bewegungen sind rollend, drehend und kreisend.

Es werden mit ihr Gleichgewicht, Kraft und Ausdauer trainiert. Die Kraft muss aus Beinen und Hüfte kommen, sonst wird die Belastung für den Rücken zu groß und die Übungen können nicht lange durchgehalten werden.

Das Guan Dao ist wegen seines Gewichts im Zweikampf eine eher defensive Waffe. Normalerweise wird die Hellebarde recht nah an der Klinge angefasst. Ich muss also nah an meinen Gegner heran.

Früher wurden mit dem Guan Dao auch die Pferde auf dem Schlachtfeld angegriffen.

In der Pekingoper kommt die Hellebarde zum Einsatz, weil die Bewegungen mir ihr einen großen Eindruck machen.

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