Kama Jitsu – die Sichel als Waffe der japanischen Bauern

Auch die Bauern auf Okinawa und Japan hatten ihre Feinde. Samurai und Kriminelle setzten ihnen zu. Kama Jitsu half ihnen dabei, sich zur Wehr zu setzen.

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Beim Kama Jitsu war es die kleine Handsichel, die ihnen dabei half, sich selbst verteidigen.

Sie erlangten mit der Sichel erstaunliche Fähigkeiten. So dass ihnen die meisten Bewaffneten von selbst aus dem Weg gingen.

Die Herkunft von Kama Jitsu

Kobudo ist die Kampfkunst der Bauern. Bäuerliche Alltagsgegenstände werden zu Waffen umfunktioniert. Eine dieser Waffen ist die Kama.

Kama bedeutet übersetzt: Sichel. Es handelt sich um die kurzgriffige Reissichel.

Mit ihrer Hilfe pflanzen und ernten die Bauern den Reis.

Sie ist auch eines der wenigen Bauernwerkzeuge, dass eine scharfe und spitze Klinge hat.

Damit kann man sich zur Not auch verteidigen. Mit den entsprechenden Kampfkunsttechniken geht es noch viel besser.

 

Im Video (Spieldauer 10:08 Minuten) werden grundlegende Übungen gezeigt, ein paar Partnerübungen und Griffhaltungen.

 

Kampftechniken im Kama Jitsu

Zunächst wurde immer mit zwei Kama gekämpft. Mit jeder Hand konnte eine andere Technik ausgeführt werden. Die verschiedensten Kombinationen sind möglich.

Die Techniken benötigen eine große Aufmerksamkeit. Sie darf niemals gelockert werden. Der Kämpfer muss immer wissen, wohin die Klinge gerade zeigt.

Mit den Abwehrtechniken lassen sich viele Angriffe abwehren, vom Schwert bis zum Speer.

Mit den Hakentechniken wurde eine Klinge oder eine Speerspitze abgefangen.

Mit den Schneidetechniken wurde ein Gegner von hinten angegriffen, obwohl man sich direkt gegenüber stand. Der Haken macht es möglich. So waren Nacken und Kniekehle beliebte Ziele.

Mit zwei Sicheln konnte eine Schere geformt werden. Mit dieser Schere konnten alle Körperteile von vorn angegriffen werden.

Mit dem Griff sind Stoßtechniken möglich. Die sind nicht so gefährlich, aber doch wirkungsvoll.

Außerdem konnte die Sichel geworfen werden.

Alle Techniken wurden mit der Kata geübt. In der Kata sind die Techniken zusammengefasst.

 

Im Video (Spieldauer 01:36 Minuten) demonstriert ein Mann eine Kata. In jeder Hand hält er eines.

 

Unterschiedliche Kama Modelle

Zunächst ist da der Griff. Seine Länge ist abhängig vom Unterarm des Benutzers. Er sollte etwas länger als der Ellbogen sein, damit er sich nicht selbst ins Gehege kommt. Als Material wird massives Holz verwendet.

Die Klinge steht rechtwinklig vom Holzgriff ab. Die Klinge ist scharf und spitz.

Bei den Übungswaffen besteht die Klinge aus Holz oder Aluminium.

Hier weitere Informationen zum Thema: K a m a (Waffe) – ansehen beim freien Lexikon Wikipedia

 

 

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Im Buch „Ryukyu Kobudo Tesshinkan. Teil 2. Waffenkampfkunst für Fortgeschrittene.“ ist auch ein Kapitel über das Kama dabei. Darin werden Techniken gelehrt.

 

 

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