Den perfekten Karate Schlag lehrt das Makiwara

Das Makiwara verbessert traditionell die Techniken im Karate.

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Das Makiwara ist eine Kreuzung aus einem Übungsgerät und einem Lehrer aus Holz.

Dieses Übungsgerät lehrt, ordentlich zu schlagen und zu treten.

Darum ist sein Name auch: Brett der Weisheit.

 

Das Makiwara ist ein Stück Holz, um darauf zu schlagen

Das Makiwara ist ein traditionelles Gerät aus Japan zum Lernen von Karate.

Als erste Makiwara verwendete man wohl Pfosten aus Holz. Die sind schon in Haus und Hof vorhanden gewesen. Was dem Boxer sein Boxsack ist dem Kämpfer in Karate sein Makiwara.

Aus diesem Marterpfahl für den Karateka entwickelte sich im Laufe der Zeit ein ausgefeiltes Gerät. Heute gibt es dafür viele moderne Ausführungen. Vom starren Pfosten zum biegsamen Brett.

Dieses Übungsbrett gibt es in verschiedenen Ausführungen. Im Boden verankert. An der Wand befestigt. Von der Decke hängend.

Früher umwickelte man das Brett noch mit Leinen und Stroh. Heute sind sie mit Leder und Schlagpolstern aus Schaumgummi überzogen.

Traditionell sind die stehenden (taichi) und die hängenden (age) Modelle. Die Bretter mit Befestigung an der Wand sind dem modernen Wohnen geschuldet. Sie erfüllen aber genauso ihren Zweck. An den hängenden Modellen trainiert man vor allem die Tritte. Es gibt zudem auch Ausführungen, die aus einem Bündel von Bambusstäben bestehen, an denen man Stiche mit Finger oder Zeh übt.

Der Unterschied zum Boxsack ist, dass das Holzbrett zurück federt. Das Makiwara reagiert auf jeden Schlag mit einer Rückmeldung. Der Übende kann sie spüren, hören und sehen.

 

Das Video (Dauer 04:04 min) zeigt im Folgenden verschiedene Techniken. Das Training erfolgt an drei Modellen. Einerseits für die Faust, andererseits für Handkante und drittens für den Fuß.

 

Mit dem Makiwara die Schläge und Tritte im Karate verfeinern

Das Makiwara gilt als „Brett der Weisheit“, zumindest im Karate. Weil der Übendes es schmerzhaft spürt, wenn seine Technik nicht gut ist.

Zunächst lernt der Karateka die Techniken. Dabei schlägt er viel in die Luft. So kann er sich und andere nicht verletzen.

Wenn das Training intensiver und realistischer sein soll, dann braucht es einen Partner. Es braucht einen Partner, der Schläge richtig wegstecken kann.

Ein Holzbrett ist dann der richtige Lehrer für den perfekten Schlag. Für die richtige Technik und für eine große Schlagkraft.

Das Makiwara ist als Lehrer unbestechlich. Fehler sind dann sofort bestraft. So können sich falsche Techniken gar nicht erst einschleifen.

 

Das Video (Dauer 02:39 min) zeigt im Folgenden verschiedene Tritte. Die übt man an einem Brett. An einem speziellen Brett für die Tritte.

 

Das Makiwara vereint in sich eine ganze Reihe von Vorteilen

* Die Faust härtet sich ab.
Ein Ziel im Makiwara Training ist es, Teile des Körpers zu einer Waffe zu formen. Die Knöchel sollen unempfindlicher sein. Das Empfinden von Schmerz verringert sich. Eine schützende Hornhaut bildet sich.

* Der Geist härtet sich ab.
Die Konzentration verbessert sich. Die Schläge kann man besser kontrollieren.

* Die Arbeit mit der Distanz verbessert sich.
Den richtige Abstand für eine guten Schlag kann man immer besser einschätzen.

* Die Genauigkeit der Treffer bessert sich.
Für einen erfolgreichen Schlag ist es wichtig, die richtige Stelle zu treffen. Dies am besten schon bei der ersten Gelegenheit. Wer weiß, wie viele Gelegenheiten überhaupt noch kommen?

* Die Effizienz der Treffer bessert sich.
Durchdringende Schläge entwickeln sich erst durch hartes und ausdauerndes Training.

* Schläge aus unterschiedlichen Stellungen heraus.
Während eines Kampfes entstehen die unterschiedlichsten Haltungen des Körpers. Aus jeder Stellung heraus sollte man dann Schläge ausführen können.

* Nicht nur Schläge mit der Faust.
Man trainiert alle möglichen Schläge. Mit der Hammerfaust, dem Handballen, der Rückhand usw. Dazu kommen unterschiedliche Tritte. Ebenso der Einsatz von Ellbogen oder Knie.

* Entwicklung zum Beidhänder.
Alle Techniken kann man sowohl mit der rechten wie der linken Seite ausführen. Ich kann die schwache Seite gezielt öfter üben.

* Die Haltung des Körpers testen.
Für einen guten Schlag braucht es das Zusammenspiel des ganzen Körpers. Nicht nur den Einsatz von Arm und Hand. Grundlage dafür ist die Haltung des Körpers.
Zum Testen der eigenen Haltung des Körpers drücke im mich gegen den zunehmenden Widerstand des Brettes. So finde ich Schwachstellen.

* Förderung der Gesundheit.
Das Training hilft dabei, Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenke im ganzen Körper zu stärken. Der Kreislauf ist dann angeregt. Die inneren Organe sind stimuliert.

 

Gefahren durch das Makiwara Training?

Es gibt nicht nur begeisterte Anhänger, die vom Nutzen des Brett Trainings überzeugt sind. Es gibt auch kritische Stimmen.

Hier die wichtigsten Gefahren, die mit dem Makiwara Training verbunden sein können.

* Verletzungsgefahr.
Abschürfungen, Verstauchungen und sogar Knochenbrüche sind möglich.
Dem halten die Befürworter entgegen, dass so etwas nicht passiert, wenn man die richtige Technik anwendet, von einem Lehrer überprüft. Außerdem sollte sich der Karateka beim Training langsam steigern. Was die Häufigkeit der Schläge und was ihre Intensität betrifft. So kann man dann auch Verletzungen durch Unkonzentriertheit vermeiden.

* Es bildet sich eine Hornhaut.
Dem halten die Befürworter entgegen, dass beispielsweise auch Gitarrenschüler eine Hornhaut bekommen. Das ist eine normale Reaktion des Körpers und zeigt nur, dass man wirklich übt.

* Langfristige Knochenschäden.
Durch die häufigen Schläge könnten die Knochen dann überbeansprucht sein.
Dem halten die Befürworter entgegen, dass Knochen sich immer ihrer Beanspruchung anpassen. Steigernde Belastung stärkt die Knochen sogar.

* Verletzungen durch ein beschädigtes Brett.
Das Makiwara sollte in einem guten Zustand sein. Ein beschädigtes Brett muss man natürlich austauschen. Besonders sollte man hier Bretter prüfen, die als Marke Eigenbau entstanden sind.

 

Das Video (Dauer 02:39 min) zeigt im Folgenden verschiedene Tritte. Die übt man an einem Brett. An einem speziellen Brett für die Tritte.

 

Der Begriff „Makiwara“ setzt sich zusammen aus den Wörtern „Maki“ und „Wara“.

Maki = aufrollen, zusammenrollen

Wara = Stroh

 

Das Wort „Makiwara“ wird meist übersetzt mit „Strohrolle“.

 

Nicht am Makiwara üben sollten

* Karateka mit aktuellen Verletzungen. Schon gar nicht bei offenen Wunden.

* Kinder und Jugendliche, die noch im (Knochen)Wachstum sind.

* Menschen mit einer Arthrose oder ähnlichen Beschwerden.

 

Das Makiwara beim Bogenschießen

Das Brett ist auch ein Übungsgerät im Kyudo, dem Bogenschießen im Zen.

Das Makiwara ersetzt die Zielscheibe in den Übungen, in denen man zwar ein Ziel braucht aber keine Zielscheibe.

Anfänger schießen aus einer Entfernung von zwei bis drei Metern auf das Ziel. Dabei trainiert man die Abläufe der Bewegung so lange, bis man dann auch auf größere Entfernungen schießen kann.

Fortgeschrittene Schützen verbringen ebenfalls einen großen Teil ihrer Übungszeit vor dem Makiwara. Sie vervollkommnen so die komplizierten Abläufer der Bewegung, ohne dabei von der Zielscheibe abgelenkt zu sein.

 

Makiwara Links

 

Einführung in das Makiwara Training – Pdf-Text: Formen und Struktur. Geschichte und Bedeutung. Möglichkeiten und Grenzen. Vorteile und Gefahren. Hinweise für das Training.: www.tsuru.de/technik/ m a k i w a r a /makiwarapic.pdf

 

Makiwara vom Schreiner – auf holztechniker.net Die Schreinerei Marschner fertigt auf Wunsch Makiwara. Für die Wand und für den Boden. Auch für den Boden einer Turnhalle.: www.holztechniker.net/ m a k i w a r a

 

Makiwara selber bauen – auf makiwara-selber-bauen.de Erstens die Halterung, die das Brett fixiert. Zweitens das Brett selbst. Drittens das Polster, auf das geschlagen wird.: m a k i w a r a -selber-bauen.de

 

 

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Für die Wand.

Federt bei jedem Schlag zurück.

7 cm. 15 cm. 29 cm.

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Verschiedene Techniken mit dem Brett.

Wie kann ich meine Schlagtechniken damit verbessern?

Wie kann ich diese Techniken dann in Übungen mit dem Partner umsetzen.

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