Schmetterlingsschwerter – kurze Säbel für den Nahkampf

Die Schmetterlingsschwerter wurden von Shaolinmönchen entwickelt, die sie zum Schutz auf ihren Reisen mit sich führten. Sie dienten zur Verteidigung im Nahkampf.

.

Heute gelten sie in Südchina als die populärsten Waffen.

Ihre Techniken werden dem jeweiligen Kung Fu Stil angepasst.

Die Schmetterlingsschwerter und ihre Techniken

Sie erinnern dabei an die Flügel eines Schmetterlings. Da sie zu Beginn zusammengelegt gehalten und dann auseinandergenommen werden, erinnert dies daher an einen Schmetterling, der zuerst seine Flügel zusammengelegt hat und sie dann schliesslich auseinanderfaltet.

 

Das Video (Dauer 03:06 Minuten) zeigt einerseits erste Übungen. Andererseits zeigt es eine erste Form.

 

Die Schwerter bilden eine Einheit. Das führende Schwert ist darum die Mutter, das nachfolgende Schwert ist entsprechend das Kind, das dabei den Bewegungen seiner Mutter folgt.

Die Schmetterlingsschwerter sollen mit den Armen zu einer Einheit verschmelzen. Sie sind einerseits schneller und andererseits wendiger als die längeren Säbel. Sie sind somit zum Kämpfen auf engem Raum konzipiert. Shaolin Mönche sollen stumpfe Schwerter mit sich geführt haben, um auf ihren Reisen Angreifer mit Schlägen auf die Gelenke abzuwehren, ohne sie dazu zu töten.

Die Schwerter sind entsprechend eine Verlängerung des Körpers, der dort wie ein Wirbelwind durch seine Feinde hindurch geht. Abwehr und Angriff werden zudem meist horizontal ausgeführt. Der Kämpfer dreht und wendet sich und erzeugt zuletzt Fliehkräfte.

Bei Angriffen mit Waffen werden die Schwerter ausserdem zu Schutzschilden. Sie können dazu große Energie abfangen. Eine Hand wehrt einerseits ab, die andere Hand führt hierzu einen Gegenangriff.

Die Handhabung der Schmetterlingsschwerter trainiert einerseits Kraft in den Fingern und andererseits in den Unterarmen. Die Handgelenke werden erstens gekräftigt und zweitens beweglicher gemacht. Die Koordinationsfähigkeit verbessert sich. Es können schliesslich zwei Waffen unabhängig voneinander bewegt werden. Auch der Geist wird so flexibler.

 

Das Video (Dauer 06:13 Minuten) zeigt einerseits, das Auspacken dieser Schwerter. Andererseits das nähere Vorstellen dieser Schwerter.

 

Aufbau der Schmetterlingsschwerter

Es sind kleine Säbel. Schliesslich sind sie die Verwandten der großen Breitschwerter.

Die haben nur eine geschärfte Klinge, wie bei den Säbeln üblich. Selbst diese geschärfte Klinge ist nur zur Hälfte geschärft. Nur von der Mitte der Klinge bis zur Spitze.

Die Spitze ist nicht besonders spitz. Dementsprechend sind sie als Hiebwaffe konzipiert, bei der man dazu auch mit der stumpfen Seite zuschlagen kann.

Aufgrund ihrer Kürze sind sie auch nur für kurze Reichweiten einsetzbar.

Auf der Rückseite ist ein Haken angebracht. Mit diesem Haken können gegnerische Waffen abgeblockt und dann gefangen werden. In einigen Stilen ist der Haken breiter, so dass er auch als zusätzlicher Griff verwendet werden kann.

 

Die zwei Namen

Eine Bezeichnung ist: Wu Dip Do

Wu Dip = Schmetterling

Do = Schwert, Messer

Übersetzt: Schmetterlingsschwerter

 

Eine andere Bezeichnung ist: Ji Mo Seung Do

Ji = Kind

Mo = Mutter

Seung = zwei, doppelt

Do = Schwert, Messer

Übersetzt in etwa: „Kind Mutter Doppelschwerter“.

Hierzu weitere Informationen zum Thema S c h m et t e r l i n g s s c h w e r t – im Folgenden ansehen beim freien Lexikon Wikipedia

 

 

Das könnte Sie zudem noch genauso interessieren:

* Kung Fu Holzpuppe – das Trainingsgerät für alle Techniken

* Hakenschwert – Waffe aus China zum Kampf über drei Distanzen

* Kampfsport Waffen Liste mit Links zu den weiterführenden Seiten