Jeet Kune Do – der Kampfstil von Bruce Lee

Jeet Kune Do ist ein Kampfkunst Stil, der in den 1960er Jahren von Bruce Lee entwickelt wurde.

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Jeet Kune Do ist eigentlich kein Kampfkunst Stil. Es ist eher ein Kampfkunst Prinzip.

Es geht um das Training von Selbstverteidigung. Mit dem Ziel, so effizient wie möglich zu sein.

Der Name Jeet Kune Do

Ursprünglich wurde der Stil genannt: „Jun Fan Kung Fu“. Lee Jun Fan ist der chinesische Name von Bruce Lee.

Dann nannte ihn Bruce Lee um in: Jeet Kune Do.

Jeet = abfangen, aufhalten, stoppen

Kune = die Faust

Do = der Weg, die Methode

Meist wird er übersetzt mit: Weg der abgefangenen Faust.

Damit wird ein Grundprinzip dieser Kampfkunst beschrieben. Einen möglichen Angreifer bereits im Ansatz zu stoppen.

 

Das Video (Dauer 02:17 Minuten) gibt im Folgenden einen Blick in ein Dojo. Es sind Eindrücke vom Training zu sehen.

 

Stile Mischen

Als Bruce Lee sein System entwickelte, beruhte es zunächst auf drei Stilen: Wing Chun, Boxen und Fechten.

Das erweiterte sich aber immer mehr. Es kamen immer mehr Kampftechniken dazu: Tang Lang, Judo, Jiu Jitsu, Muay Thai, Savate, Kung Fu, Taekwondo, Tai Chi Chuan, Aikido, Karate, Kickboxen, Mixed Martial Arts, Brazilian Jiu Jitsu.

War der Kampfstil zunächst waffenlos, kamen dann auch Waffentechniken dazu. Dazu zählten Stile wie Escrima, Arnis, Kali.

 

Jeet Kune Do ist ein individueller Stil

Sein Ziel war nicht, ein neues Hybridsystem zu schaffen. Er wollte ein breites Angebot an Techniken schaffen.

In jedem steckt bereits Jeet Kune Do, es muss nur herausgelassen werden. Ziel ist es, einen individuellen Selbstverteidigungsstil zu entwickeln.

Dazu werden eigene Stärken und Vorlieben bewusst gemacht, gefördert und genutzt. Bedient wird sich dabei von allen Systemen.

Entsprechend den vier Leitsätzen eines JKD-Praktizierenden:

– Mache Deine eigenen Erfahrungen

– Übernimm das Nützliche

– Verwirf das Unnütze

– Füge das für dich Spezifische hinzu

 

Das Video (Dauer 5:43 Minuten) zeigt im Folgenden einige Techniken und Übungen für den Zweikampf, die man im JKD anwenden kann.

 

Jeet Kune Do ist direkt, einfach, effizient und nicht-klassisch

Direkt reagieren. Wenn dir jemand etwas zuwirft, dann wirst du es fangen. Ohne lange zu überlegen, wie man es richtig fangen sollte. So direkt sollen auch die Kampftechniken sein.

Alle Kampftechniken sollen so einfach sein wie möglich. Dass sie auch in einem Überraschungsmoment sofort genutzt werden können, ohne Vorbereitungszeit und ohne Vorbereitungsstellung.

Die Bewegungsökonomie immer weiter voran treiben. Unnütze Bewegungen aufspüren und weglassen. Verzichten auf jegliche Effekthascherei. Je kürzer eine Technik umso besser.

Es wird alles weggelassen, was eine klassische Kampfkunst an Ballast mitbringt. Es gibt keine traditionellen Rituale, wie Formen zu laufen oder sportlichen Wettkämpfe und dabei auch keine atemberaubende Akrobatik. Alles das, was Bruce Lee als Schwimmen auf dem Trockenen bezeichnete und was zudem von der eigentlichen Trainingszeit abgeht.

Jeet Kune Do ist ein reines Selbstverteidigungssystem mit angewandten Techniken, die ich zuvor in Übungskämpfen teste. Spontanität kommt vor choreographierten Bewegungsabläufen.

 

Die Techniken

Es stehen dabei Techniken aus praktisch allen Kampfkünsten zur Verfügung. Davon bleiben aber schießlichnur ein paar übrig. Jede Technik prüft man ihren Aspekt der Selbstverteidigung.

Es werden dabei Techniken für alle Kampfdistanzen zusammengestellt.

Die Techniken, die übrig bleiben, werden dann zu einer Einheit verschmolzen.

Die Angriffsbewegungen sollen aus nicht-telegrafische Bewegungen bestehen. Sie soll ich ohne warnende Bewegungen (Ausholen, Gewichtsverlagerung) ausgefürhen.

Das Ziel im Jeet Kune Do ist es, einen Angriff zu stoppen, bevor er richtig begonnen hat. Die optimale Abwehr ist ein Angriffsschlag noch vor der vollständigen Ausführung des gegnerischen Angriffs. Dies steht im Gegensatz zu den Kampfkunstsystemen, in der der gegnerische Angriff zuerst geblockt und dann zurückgeschlagen wird.

 

Der Wettkampf

Im JKD gibt es keinen sportlichen Wettkampf und keine Meisterschaften.

Beim Training schlägt und tritt man viel. Einerseits gegen Schlagkissen und andererseits gegen Sandsäcke.

Richtig trainiert man aber dann Übungskämpfen. Dabei simuliert man Angriffe, die der Schüler anschließend möglichst erfolgreich abwehren muss. Das steigert man dann noch, durch erstens mehrere Angreifer und durch zweitens Angreifer mit Waffen.

Hierzu weitere Informationen zum Thema: J e e t K u n e D o – beim freien Lexikon Wikipedia

 

JKD lernen – Buch: Was sind die 26 Elemente und die 5 Wege des Angriffs? Was sind die Kampfdistanzen und die Körperwaffen? Was sind die Wing Chun Grundübungsformen und wie geht das Training an der Holzpuppe?: J e e t K u n e D o. Das Vermächtnis von Bruce Lee. Buch. – ansehen bei Amazon

 

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