Kyokushin Karate – der härteste Karatestil der Welt

Kyokushin Karate wurde mit der Intention begründet, Kampfsport so realistisch wie möglich zu gestalten.

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Selbst Faustschläge gegen den Kopf waren zu Beginn noch erlaubt. Heute beschränkt man sich auf Fußtritte gegen den Kopf.

Selbst Kämpfe gegen eine Vielzahl von Gegnern sind im Kyokushin Karate möglich.

Die Entwicklung des Kyokushin Karate

Sosai Masutatsu Oyama lernte Kampfkünste seit frühester Jugend. Er trainierte Kempo, Judo, Boxen und schließlich Karate.

Um seine Karatefähigkeiten zu demonstrieren, trat er gegen Stiere an. Er soll 52 Stiere erfolgreich zum Kampf gefordert haben.

Bei einer Reise durch die USA stellte sich jedem zum Kampf, der es versuchen wollte. Er blieb unbesiegt. Ob Boxer oder Ringer, keiner seiner 270 Gegner konnte mit ihm mithalten.

1953 eröffnete Matsutatsu Oyama sein erstes Dojo in Tokio. Zunächst nannte er seinen neuen Stil Oyama Ryu, später dann Kyokushin.

Es sollte das Beste der bekannten Kampfstile vereinigt werden.

Im Gegensatz zu den anderen Karate-Stilrichtungen, die bei den Schlägen ein „Nichttreffen“ praktizierten, versuchten die Anhänger des Kyokushin Karate, präzise Treffer auszuführen.

In kompromisslosen Vollkontaktkämpfen wurden die Techniken erprobt. Stellte sich im Kampf eine Technik als besser heraus, wurde sie in den Stil übernommen, egal wo sie herkam.

 

Im Video (Spieldauer 03:33 Minuten) ist eine Diashow über das Karate Training zu sehen.

 

Das Training im Kyokushin Karate

Zunächst ist das Training nicht sehr spektakulär.

Erst einmal werden die Karatetechniken (Kihon) trainiert. Das ist die Grundschule mit Grundstellungen und Techniken. Die Karatetechniken müssen sauber und exakt durchgeführt werden. Dazu gehören auch Abhärtungstechniken, Bruchtests und Atemtechniken.

Dann kommt das Formentraining (Kata) an die Reihe. Hier werden die Grundtechniken miteinander verbunden.

Schließlich kommt der Kampf (Kumite), der eigentliche Tummelplatz im Kyokushin Karate. Die Arbeit mit dem Partner oder am Schlagpolster steht im Mittelpunkt des Trainings. Die Realitätsnähe ist entscheidend.

Hier halten sich Kicks und Schläge in etwa die Waage.

Eine besondere Form ist der Kampf gegen mehrere Gegner. Legendär ist der 100-Mann Kumite von Sosei Mas Oyama. Er bezwang 100 Schwarzgurte, einen nach dem anderen.

Im Wettkampf treten die Kontrahenten 3 Runden a 3 Minuten gegeneinander an. Bei einem Unentschieden werden noch 2 Verlängerungsrunden a 2 Minuten drangehängt. Sollte dann immer noch kein Sieger feststehen, entscheidet das Kampfgewicht oder ein Bretter-Bruchtest.

Gekämpft wird ohne jeden Schutz, nur ein Unterleibschutz ist erlaubt.

 

Im Video (Spieldauer 04:25 Minuten) gibt es Einblicke in ein Training.

 

Der Name Kyokushin

Der Name geht zurück auf ein Sprichwort: „Nach tausend Tagen Üben ist man ein Anfänger, nach zehntausend Tagen ein Experte“.

Der Name Kyokushinkai setzt sich zusammen aus den Zeichen:

Kyoku = höchste, endgültige

Shin = Wahrheit, Realität

Kai = Vereinigung, Gruppe

Was übertragen in etwas bedeutet: „Stilrichtung höchstmöglicher Realität“.

Hier weitere Informationen zum Thema Kyokushin Kaikan – ansehen beim freien Lexikon Wikipedia

 

Kata Übersicht – Buch: Es werden die verschiedenen Kata vorgestellt. Genau beschrieben, um sie zu lernen. Auch als Nachschlagewerk gut verwendbar.: Karate Kata. Kyokushinkai und Seidokaikan. Das Nachschlagewerk für Kata bis Braungurt. Buch. – ansehen bei Amazon

 

Im Straßenkampf überleben – Buch: Das Wissen, das man nicht im Dojo lernt. Rechtzeitig erkennen, wenn jemand einen unerwartet angreifen will. Wie reagieren, wenn jemand einem böse Blicke zuwirft? Tricks und Geschichten.: Billige Tricks, Hinterhalte und andere Lektionen: Ein grundlegendes Handbuch über die Selbstverteidigung und das Überleben. Buch. – ansehen bei Amazon

 

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