Mixed Martial Arts – die Fitness vieler Kampfsportarten

Mixed Martial Arts sind das Training mehrerer Kampfsportarten gleichzeitig.

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MMA sind ein extremer Ganzkörperworkout. Da wird jeder Muskel voll beansprucht. Ein herausragender Fitnesssport.

Gemischte Kampfkünste bedeuten kämpfen mit viel Spaß. Für alle Kampfsportler, die sich untereinander messen wollen.

 

Im Video (Spieldauer 37:33 Minuten) wird auf das Klischee eingegangen, MMA sei nur ein Straßenkampf ohne Regeln.

 

Mixed Martial Arts: Welcher Kampfsport ist der beste?

Am Anfang stand die Frage: Wer kann erfolgreicher kämpfen, ein Boxer oder ein Ringer?

In öffentlichen Wettkämpfen der Ultimate Fighting Championship (UFC) in den USA wurde dieser Frage beantwortet. Dort traten Kampfsportler der unterschiedlichsten Stile gegeneinander an.

Dabei stellte sich heraus. Der beste Kämpfer ist weder der Boxer noch der Ringer. Der beste Kämpfer ist der Box-Judo-Ringer. Wer die Techniken mehrerer Kampfsportarten beherrscht, der ist klar im Vorteil

Um solche Techniken effektiv lernen zu können, entstand der neue Kampfsport „Mixed Martial Arts“.

Der Name „Mixed Martial Arts“ wird oft auch abgekürzt mit „MMA“ und bedeutet übersetzt „Gemischte Kampfkünste“.

Oft wird dieser Kampfsport auch genannt „Ultimate Freefight“ oder nur kurz „Freefight“.

 

Die Mixed Martial Arts sind der Triathlon unter den Kampfsportarten

Im Prinzip können im Mixed Martial Arts Techniken aus jedem Kampfsport angewendet werden, so lange sie noch den Regeln entsprechen. Wegen ihres Erfolges im Wettkampf haben sich aber die Techniken aus einigen Kampfsportarten herauskristallisiert.

* In der ersten Distanz: dem Standkampf (Stand-Up)
Die Schläge und Tritte aus Kampfsportarten wie Boxen, Kickboxen, Thaiboxen, Taekwondo und Karate.

* In der zweiten Distanz: dem Nahkampf (Clinch Fights)
Die Würfe und Hebel aus Kampfsportarten wie Judo, Ringen und Sambo.

* In der dritten Distanz: dem Bodenkampf (Grappling)
Die Haltegriffe und Hebeltechniken aus Kampfsportarten wie Ringen, Judo, Brazilian Jiu Jitsu, Sambo und Luta Livre.

Diese Techniken sind zusammen so umfangreich, dass kein Kämpfer sie alle gleich gut beherrschen kann. Das macht den Ausgang der Kämpfe in den Mixed Martial Arts so unberechenbar und begeistert die Zuschauer bei den Profikämpfen.

 

Das Training der „Gemischten Kampfkünste“ ist beliebt

Grundsätzlich ist jeder Neuling bei den Mixed Martial Arts willkommen, ob er nun bisher ein Nichtsportler war oder schon ein erfahrener Kampfsportler ist.

Das Training ist ein großartiges Ganzkörperworkout, wegen der vielen Techniken aus den vielen unterschiedlichen Kampfsportarten. Topfit zu werden ist für viele das Hauptmotiv, die MMA zu lernen.

Dieses Training macht auch viel Spaß, weil es so abwechslungsreich ist.

Das Programm ist sehr anstrengend, der Übende fühlt förmlich, wie seine oder ihre Muskeln wachsen und das Körperfett schmilzt.

Die Teilnahme an Wettkämpfen ist freiwillig. Wer Wettkämpfe bestreiten will, der absolviert noch einmal ein besonders intensives Training. Dazu gehört auch ein strikter Ernährungsplan. Für die Amateurkämpfer gibt es auch noch einmal strengere Regeln als für die Profis, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

 

Im Video (Spieldauer 09:34 Minuten) werden Tipps und Tricks gegeben.

 

Die Mixed Martial Arts finden immer mehr Anhänger

Die Mixed Martial Arts werden immer beliebter. Sowohl im Breitensport als auch bei den Profikämpfen.

Immer mehr Kampfsportschulen haben ein Training der Mixed Martial Arts im Angebot. Die meisten der Freizeitsportler wollen gar nicht kämpfen. Sie sind begeistert von dem hohen Fitnesswert und dem Spaß beim Üben. Menschen aller Bildungsgrade fühlen sich von dem Angebot angesprochen.

Gleichzeitig wächst die Zahl der Zuschauer bei den Profikämpfen. Die Hallen sind voll. Die TV-Quoten übersteigen in den USA bereits die der Boxkämpfe und sie steigen weiter.

Hier weitere Informationen zum Thema: M i x e d M a r t i a l A r t s – beim freien Lexikon Wikipedia

 

Die Mixed Martial Arts stehen unter Beschuss

Die Wettkämpfe in den Mixed Martial Arts haben aber auch viele Kritiker. Die stören sich vor allem an der Brutalität, die sie in den Kämpfen sehen.

Es schreckt schon einmal ab, dass die Kämpfe in einem Käfig stattfinden. Der Käfig soll die Zuschauer vor Stürzen aus dem Ring in die Ränge schützen, hinterlässt aber den Eindruck von Gladiatoren, die sich in einem Käfig blutig schlagen.

Die Situation, welche die Kritiker aber am meisten abstößt, kommt dann, wenn auf einen Menschen eingeschlagen und eingetreten wird, der bereits am Boden liegt. So etwas tut man nicht!

Dem entgegnen die Befürworter, dass auch der Bodenkampf zu den Mixed Martial Arts gehört. Viele Kämpfer werden am Boden überhaupt erst richtig gefährlich.

Ein Kämpfer kann in den MMA nicht wie beim Ringen gewinnen, indem er die Schultern seines Gegners auf den Boden drückt. Er kann nur gewinnen, wenn sein Gegner durch Abklopfen seine Niederlage eingesteht.

Dem entgegnen die Kritiker, dass es auch immer noch eine Vorbildwirkung gibt. Wenn Kinder und Jugendliche so etwas sehen, werden sie es auf der Straße nachmachen. Es sei einfach ein Tabubruch.

Dann wird behauptet, dass die Verletzungsgefahr in den Mixed Martial Arts Kämpfen besonders hoch sei. Dem halten die Anhänger entgegen, dass die Verletzungsgefahr beim Boxen viel höher ist, besonders was die Nachwirkungen betrifft. Denn beim Boxen wird viel mehr auf den Kopf geschlagen.

Gerade in Deutschland ist der Widerstand gegen die MMA groß. Hallen dürfen in vielen Städten für die Wettkämpfe nicht vermietet werden. Es gibt ein Fernsehverbot. Nach Ansicht der MMA Anhänger wird dies vor allem von der Box-Lobby angestachelt, welche die MMA Kämpfe als wachsende Konkurrenz wahrnehmen würde.

 

Durchaus Regeln in diesem Kampfsport

Manchmal wird von den Gegner der MMA behauptet, bei den Mixed Martial Arts Kämpfen gäbe es gar keine Regeln.

Das stimmt nicht. Es gibt wenig Regeln, aber es gibt sie.

* Jeder Kampf wird von einem Ringrichter überwacht.

* Gekämpft wird in Gewichtsklassen.

* Es gibt Fouls. In Deutschland sind dies 31.

* Der Kampf ist beendet, wenn einer der Kämpfer durch Abklopfen aufgibt, wenn einer KO geht oder wenn der Schiedsrichter den Kampf abbricht. Wenn keines davon eintritt, ist auch ein Sieg nach Punkten möglich.

 

Selbstverteidigung auf der Straße mit den MMA?

Wie gut die Mixed Martial Arts in einer realen Selbstverteidigung sind, ist umstritten.

Einige Punkte sprechen dafür.

* Ein MMA Kämpfer tritt schon mit dem Selbstvertrauen auf, sich verteidigen zu können. Was mögliche Angreifer bereits abschreckt.

* Der MMA Kämpfer kann sich immer noch gut verteidigen, wenn er bereits zu Boden gegangen ist.

* Im Training werden grundsätzlich nur Techniken gelehrt, die brauchbar für den Kampf sind. Im Gegensatz zum Training anderer Kampfkünste und Kampfsportarten.

Dagegen spricht, dass die Mixed Martial Arts ein Wettkampfsport sind und nicht das Training einer realen Selbstverteidigung.

Da beim Training der Sport im Mittelpunkt steht und nicht die Selbstverteidigung, werden viele entsprechende Techniken gar nicht gelehrt. Nicht gelehrt werden Entwaffnungstechniken, das Nutzen von Gegenständen als Waffe, Stiche mit dem Finger, Schläge mit der Handkante oder die Manipulation der Vitalpunkte.

Allerdings schicken Eltern ihre Kinder gezielt zum MMA Training, wenn sie wollen, dass ihre Sprösslinge sich auf dem Schulhof oder dem Schulweg verteidigen können.

 

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