Ninjutsu – Die Kampfkunst der Ninja und ihre Techniken

Das Wort „Ninja“ bedeutet „Verborgene“. Es setzt sich zusammen aus den Worten „Nin“ und „Ja“. Ninjutsu ist seine Kampfkunst.

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Nin = Geduld, Ausdauer, Herz, heimlich, verborgen

Ja = Person

Die Kampfkunst bzw. Kriegskunst der Ninja wird genannt „Ninjutsu“.

Noch einige andere japanische Kampfsportarten haben die Endung „Jutsu“; sie bedeutet „Kunst“, „Fertigkeit“

Die häufigsten Übersetzungen für „Ninjutsu“ sind „Die Kunst des ausdauernden Herzens“, „Die Kunst des Erduldens“ oder auch „Die versteckte/geheime Kunst“.

Schon der Name ist umgeben von Geheimnis und Mythos.

 

Was sind die Wurzeln des Ninjutsu?

Die Ninja gehören heute zu den bekanntesten Gestalten Japans, obwohl die Schattenkrieger bevorzugt im Verborgenen agiert haben. Es liegt so ziemlich alles im Dunklen, woher sie und ihr Ninjutsu kommen.

Darüber gibt es verschiedene Theorien und Legenden.

– Die Ninja sind Nachfahren der Tengu, der Dämonen des Waldes. Diese Fabelwesen sollen verborgen in den Wäldern Japans gelebt haben. Von den Tengu hätten die Ninja nicht nur die Techniken des Kampfes übernommen sondern auch deren Zauberkräfte.

– Die ersten Ninja waren Vertriebene und Ausgestoßene. Diese entwickelten für sich Strategien, um in der festgefügten mittelalterlichen Gesellschaft überleben zu können.

– Die ersten Ninja kamen aus China. Sie waren Flüchtlinge, die neue Einflüsse mitbrachten und von der einheimischen Bevölkerung mit Misstrauen betrachtet wurden.

– Die ersten Ninja waren Krieger, die sich als Spione betätigten. Sie verfeinerten ihre Kunst im weiter und boten ihre Dienste schließlich auch den Fürsten an.

– Die Ninja entstanden aus Banden von Dieben und Räubern. Es waren Abspaltungen, die sich auf Spionage spezialisiert hatten.

– Die ersten Ninja waren Buddhisten, die von den Shintoisten verfolgt wurden. Die Shintoisten vertraten die alte Ordnung und die Obrigkeit. Während die Buddhisten auf der Seite des Volkes standen. Den Buddhisten blieb zum Schluss nichts anderes übrig, als der Rückzug in die Berge.

 

Das Video (Dauer 10:31 Minuten) zeigt im Folgenden einerseits Techniken und andererseits Anwendungen der Ninja Kampfkunst vorgestellt.

 

Ein Ninja handelt im Auftrag von jemandem

Eine Gemeinsamkeit haben alle Betrachtungen der Ninja. Ein Ninja verfolgt keine eigenen Ziele. Er handelt im Auftrag von jemandem. Das ist seine Dienstleistung. Dafür wird er bezahlt.

Die Ninja erledigten Aufträge für Fürsten, die im Hintergrund bleiben wollten. Das konnte das Überbringen geheimer Nachrichten sein. Ebenso das Auskundschaften der Bewegung von Truppen. Natürlich auch Sabotage und auch Attentate. Bei diesen verdeckten Aktionen durften keine Spuren zurückbleiben. Zur Erfüllung solcher Aufgaben wurde Ninjutsu entwickelt.

Die Ninja wurden von Fürsten aber auch gejagt, wenn diese selbst Angst vor Attentaten hatten.

Die Ninja hatten zudem ein gespanntes Verhältnis zu den Samurai. Die Schattenkrieger erfüllten Aufträge, die an den Samurai vorbei gingen, den eigentlichen Kriegern. Andererseits gab es durchaus auch Samurai, die gleichzeitig auch Ninja waren.

 

Ninjutsu prägte das öffentliche Bild

Ihre Kunst des Krieges, Ninjutsu, hat das Bild der Ninja geprägt.

Die Ninja gehörten nie richtig zur Gesellschaft. Die Schreiber des Geschichte der Herrschenden haben an den Ninja kein gutes Haar gelassen.

Moderne Historiker konnten nicht viel zu einem objektiven Bild beitragen. Die Quellenlage ist sehr dünn ist bzw. oft gar nicht vorhanden. Statt persönlichen Berichten über Ninjutsu finden sie nur Mythen. Dazu kommen noch abwertende Kommentare.

Das heutige Bild von Ninjutsu wurde durch die modernen Medien geprägt. Bücher, Comics und Filme über die Ninja und ihre Kriegskunst haben den Markt regelrecht überflutet.

So haben die Ninja den Ruf bekommen von heimtückischen Spionen und Attentätern. Die mit Krallen Wände hochklettern. Sich in dunkler Kleidung ihren Opfern nähern. Mit Wurfsternen Angreifer auf Distanz halten.

Sie sollen angeblich mystische Fähigkeiten haben. Durch Wände sollen sie gehen können. Sogar fliegen sollen sie können.

Von Seiten der Ninja wurde nicht versucht, den eigenen Ruf zu verbessern. So ein Ruf war gut für das Geschäft. Er war auch gut als Abschreckung.

So entstand eine dunkle Faszination. Die geholfen hat, die Kunst des Ninjutsu bis heute zu erhalten.

 

Das Video (Dauer 02:55 Minuten) zeigt im Folgenden die verschiedenen Waffen, die einem Ninja zur Verfüngung stehen.

 

Die neun Schulen zum Ninjutsu lernen

Ninjutsu ist überdies nicht die Kampfkunst nur der Ninja. Ninjutsu ist ein Oberbegriff für ganz verschiedene Kampfkunststile und weitere Systeme, die ein Ninja zur Ausführung seiner Aufgaben beherrschen sollte. Darum wird Ninjutsu manchmal auch bezeichnet als die „Kunst zu überleben“.

Die Ninjutsu Ausbildung war eine Kreuzung zwischen einer SEK-Ausbildung und den Überlebenstechniken eines Rüdiger Nehberg.

Die reinen Techniken der Kampfkunst im Ninjutsu werden genannt: Bujinkan. Das ist der Name einer Ninja-Organisation. (Es gibt auch noch Genbukan und Jinenkan, die heute aber kaum noch eine Rolle spielen.)

Bu = Krieg, Kampf

Jin = Herz, Geisteshaltung, Seele, Gott

Kan = Palast, (öffentliches) Gebäude, großes Haus (im Sinn von Geschlecht oder Stamm)

Bujinkan wird daher meist übersetzt mit „Die Halle des Kriegsgottes“ oder „Das Haus des göttlichen Kriegers“.

 

Bujinkan beinhaltet dabei die Kampftechniken von neun Schulen (Ryu).

Diese neun Schulen sind dann unterteilt in drei Ninjutsu Schulen und sechs Samurai Schulen.

Die drei Ninjutsu Stile sind: Erstens Togakure (Schule der versteckten Tür). Zweitens Kumogakure (Schule hinter den Wolken versteckt). Drittens Gyokushin (Schule des Edelsteinherzens).

Die sechs Samurai Stile sind: Kukishinden (Schule der neun Teufelsgötter). Shindenfudo (Schule des unbeweglichen Herzens). Gyokko (Schule des Edelsteintigers). Koto (Schule des stürzenden Tigers). Takagi Yoshin (Hoher Baum und erhobenes Herz-Schule). Gikan (Schule der Wahrheit und Gerechtigkeit).

 

Die Ninjutsu Techniken

* Körperschule (Taihen Jutsu)
Hier wird zuerst die allgemeine Kondition aufgebaut. Dazu gehören eine Schule des Fallens. Ebenso Übungen für das Gleichgewicht. Auch Übungen für eine bessere Kondition.

* Nahkampf ganz ohne Waffen (Tai Jutsu)
Dazu gehört eine ganze Palette von Fähigkeiten. Von einerseits Schlägen und Tritten. Dann über Würfe bis schliesslich zu Stichen mit Finger und Zehe auf empfindliche Stellen wie im Kyusho Jitsu.

* Waffen Techniken
Im Ninjutsu wird ausserdem mit vielen Waffen trainiert. Neben den Fähigkeiten mit einerseits Schwert und andererseits Stock gehören zur Ausbildung. Ebenso der Umgang mit Wurfwaffen wie den Sternen und Klingen. Auch werden Gegenstände des Alltags als Waffen verwendet. So ist beispielsweise der Tonfa entstanden.

* Techniken der Spionage (Cho Ho)
Ich kann mich wie tarnen? Wie kann ich mich dabei verkleiden? Ich komme schliesslich wie in der Natur zurecht. Wenn mir zudem Trinken und Essen ausgehen?

* Viele andere Techniken
Strategie. Geografie. Meteorologie. Reiten. …
Nicht zu vergessen die Methoden der Heilung. Ausserdem spirituelle Methoden wie Arbeit mit der Energie. Ebenso Techniken der Atmung.

Hierzu mehr Informationen zum Thema: N i n j u t s u – beim freien Lexikon Wikipedia

 

Was fasziniert Menschen heute am Ninjutsu

Vermummt und bewaffnet mit erstens Blasrohr, zweitens Schwert und drittens Wurfsternen an Wänden hochklettern. Das fasziniert heute immer noch viele Menschen. So wird es wohl auch immer bleiben. Es gibt aber auch viele Übende, die zudem an ganz anderen Ninjutsu Aspekten interessiert sind.

Das große Wissen der Ninja auf so vielen Gebieten. Von Technik bis Philosophie und Geschichte. Ihr Talent für Improvisation. Auch ihr Geist für Erfindungen.

Das Ninpo, die Anwendung des Ninjutsu im täglichen Leben. Wo schließlich aus der Kunst des Kampfes eine Kunst des Lebens wird. Dazu gehört eine gesunde und entspannte Führung des Lebens. Ebenso wie Techniken der Askese. Mit denen ich Schmerz, Hunger, Kälte und Angst leichter ertragen kann.

 

 

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