Ringen – stark und schnell wie eine Riesenschlange werden

Ringen trainiert jeden Teil des Körpers. Es ist ein intensives Ganzkörpertraining. Die Anstrengung ist nach jedem Kampf zu spüren.

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Ein Ringer trainiert sich eine unfassbare Kraft an, die er mit großer Feinfühligkeit anwenden kann.

Die Kinder sind vom Ringen begeistert, weil sie sofort loslegen können. Die Regeln sind einfach. Es geht sofort auf die Matte.

 

Der Spaltgriff zur Selbstverteidigung. Das Video (Dauer 00:17 Minuten) zeigt im Folgenden den Spaltgriff. Eine gefürchtete Ringertechnik. Dem Gegner greife ich unter die Beine. Dann reisse ich ihn ruckartig hoch.

 

Das große Ziel im Ringen: der Schultersieg

Den Gegner mit beiden Schultern auf den Boden drücken, darum geht es in diesem Kampfsport.

Den Gegner mit beiden Schultern für 3 Sekunden auf die Matte drücken. Dann ist der Sieg errungen. Die Ringer nennen das „schultern“ oder „pinnen“.

Für dieses Ziel wird geworfen, geschleudert und gehebelt. Erst wird der Gegner zu Fall gebracht, dann wird versucht, in passgenau zu drehen.

Alle Angriffstechniken streben diesem Ziel entgegen. Alle Verteidigungstechniken wollen dies verhindern.

Die Verteidigungstechniken sind so gut, dass es fast nie zu einem Schultersieg kommt. Wenn der Kampfrichter keinen Schultersieg vermelden kann, ermittelt er den Sieger nach Punkten.

Die einzelnen Techniken bewertet der Kampfrichter. Sieger wird derjenige, der mit seiner Punktezahl vorne liegt. Der technische Sieg ist die Regel.

Der Kampfrichter wacht auch darüber, dass keine verbotenen Techniken zur Anwendung kommen. Niemand darf treten oder würgen. Ich darf nicht an den Haaren ziehen oder beissen. Nur die Ringertechniken sind erlaubt.

 

Die Techniken der Ringer

Jeder Ringkampf ist ein Feuerwerk an Kraft und Technik.

Zunächst wende ich die Techniken an, mit denen ich das Gleichgewicht eines Gegners brechen will, um ihn zu Boden zu bringen.

Am Boden will ich dann den Gegner auf den Rücken drehen.

Zum Schluss muss ich dann noch die Schultern auf den Boden drücken.

Auch wenn vieles beim Ringen nicht erlaubt ist, das Arsenal der erlaubten Ringertechniken ist riesig. Es gibt so viele Techniken, dass jeder Ringer neben den Grundtechniken nur wenige weitere Techniken beherrscht. Das Perfektionieren der eigenen Techniken bringt die größeren Erfolgschancen.

Jede Technik teilt sich in einen oder mehrere Bewegungsabläufe und den dazugehörigen Abwehrmöglichkeiten.

Als Abwehrtechnik in der größten Not kann sich ein Ringer regelrecht an der Matte festsaugen oder mit der Ringerbrücke einen Sieg verhindern.

Neben Kraft und Technik gibt es auch noch eine dritte Möglichkeit: das Tricksen. Vornehmer ausgedrückt: die Kreativität. Die Kraft des Gegners plötzlich ins Leere stoßen lassen. Eine gegnerische Aktion herbeiführen, für die ich gut trainiert bin. Die Stärken und Schwächen des Gegners mit einbeziehen.

 

Das Training beim Ringen

Ringen ist eine Gymnastik und ein Krafttraining gleichzeitig. Nach dem Training hat der Sportler das berauschende Gefühl, seinen ganzen Körper kennengelernt zu haben. Gefolgt von einer wohltuenden Erschöpfung und einem tiefen Schlaf.

Kinder lieben das Training, weil sie sich dabei richtig austoben können. Eltern lieben diesen Sport, weil die Kinder Spaß dabei haben, Regeln und Disziplin zu lernen.

Die Neuen lernen auch, dass sie umso weniger Kraft brauchen, je besser sie die Techniken mit ihren Hebeln beherrschen.

Das ist eine große Motivation, eine Technik nach der anderen zu lernen. Die neuen Fähigkeiten werden auch sofort ausprobiert und in allen ihren Varianten kennengelernt. Zum Spaß am Kampf kommt auch noch der Spaß am Besserwerden.

 

Ringertechnik für die Mixed Martial Arts. Das Video (Dauer 01:21 Minuten) zeigt im Folgenden eine Technik, mit der ich einen Gegner zu Boden werfen kann. Wegen des Käfigs braucht es dafür besondere Techniken.

 

Freistil oder Klassisch?

Ringen ist eine der ältesten Sportarten überhaupt.

Der Kampfsport Ringen trug im antiken Griechenland den Namen „Pale“ und war eine der Disziplinen im olympischen Fünfkampf.

Gekämpft wurde dabei nur im Stehen. Wer seinen Gegner als erstes dreimal auf den Boden geworfen hatte, der hatte gewonnen.

Pale war hoch angesehen, auch weil mit dem Training auch ein hoher erzieherischer Wert verbunden wurde. Ebenfalls war es hoch angesehen als ein Mittel für eine vollkommene Körperbildung.

Als Geburtsjahr des modernen Ringens gilt das Jahr 1848. In diesem Jahr stellte der napoleonische Soldat Exbroyat die Regeln für seinen neuen Kampfsport auf. Die neue Sportart hieß dann Griechisch-römisches Ringen (kurz auch Greco). Griffe und Techniken sind dabei nur oberhalb der Gürtellinie erlaubt. Allerdings gibt es auch einen Bodenkampf, im Gegensatz zu seinem antiken Vorbild.

Das Griechisch-römische Ringen wurde entsprechend auf dem europäischen Festland populär. In Großbritannien und den USA entwickelte sich das Ringen im Freistil. Im Freistil kämpfte ich mit dem ganzen Körper. Nicht nur mit dem Oberkörper.

Wer heutzutage anfängt, Ringen zu lernen, der lernt zwar zunächst beide Stile. Im Laufe der Zeit bildet sich dann eine Vorliebe heraus. Bei den Frauen werden die Turniere nur im Freistil ausgetragen.

 

Ringen Links

Hierzu weitere Informationen zu Thema: R i n g e n – beim freien Lexikon Wikipedia

Informationen, Adressen und ebenfalls Neuigkeiten bei Deutscher Ringer-Bund e.V.

 

Bodenkampf stilübergreifende Techniken – Buch: Gezeigt und analysiert werden Techniken aus dem Ringen und zudem verwandten Kampfsportarten wie Judo, Brazilian Jiu Jitsu oder Luta Livre. Gerade die Bodentechniken entscheiden oft über Sieg oder Niederlage. Wie führe ich solche Techniken aus? Wie bereite ich sie vor?: Grappling. Buch. – ansehen bei Amazon

 

Welche Notwehr-Waffen sind erlaubt? - Buch: Was freie Waffen sind. Wann man sie erst einsetzen darf. Warum selbst Schutzausrüstung verboten ist.: Ratgeber Freie Waffen: Schlagwaffen | Hieb- und Stichwaffen | Wurf- und Schleuderwaffen | Bogenwaffen | Schusswaffen | Reizstoffwaffen | Elektroimpulswaffen uvm. Buch. – ansehen bei Amazon

 

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