Sambo – russischer Kampfsport aus Ringen, Judo und Jiu Jitsu

Sambo ist ein Kampfsport, der in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt wurde.

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Der Begriff Sambo enthält die Anfangsbuchstaben der Worte „Samosaschtschita Bes Oruschuija“, was soviel bedeutet wie: „Selbstschutz ohne Waffen“.

In heutigen Russland und in vielen ehemaligen Ostblock-Staaten ist Sambo eine sehr verbreitete Sportart.

Die Entstehung von Sambo

Dieser Kampfstil wurde in den 1920er Jahren von der Roten Armee entwickelt.

Die Rote Armee suchte einen Kampfstil, um ihre Nahkampfausbildung zu verbessern. Das Ziel waren effektive Kampftechniken. Sie mussten möglichst schnell erlernbar sein und auch in Kampfanzügen und mit entsprechender Ausrüstung anwendbar sein. Der Soldat sollte in der Lage sein, seinen Gegner möglichst schnell und effektiv kampfunfähig zu machen.

Dabei stellte sich heraus, dass es einen solchen Kampfstil nicht gab. Die Kampftechniken mussten aus verschiedenen Stilen zusammengesucht werden.

Heraus kam eine Mischung aus Ringen, Judo und Jiu Jitsu. Beim Ringen bediente man sich volkstümlicher Ringkampfarten aus den unterschiedlichen Unionsrepubliken wie beispielsweise Usbekistan, Aserbaidschan oder Armenien.

Es blieb aber kein Kampfsport der Armee. In den folgenden Jahren gewann dieser Kampfsport auch außerhalb des Militärs immer mehr Anhänger. In den 1930er Jahren wurde dieser kombinierte Ringkampf in der gesamten UdSSR offiziell eingeführt. Seit 1946 nennt man den neuen Kampfsport „Sambo”.

 

Im Video (Spieldauer 03:55 Minuten) sind Ausschnitte aus unserem Sambo Training zu sehen.

 

Sportliches Sambo Borba

Zunächst wurde die sportliche Variante des Sambo entwickelt. Die enthielt viele Elemente aus dem Judosport. Es kamen viele Würfe, Haltetechniken und Hebel zum Einsatz. Dazu kommen Grifftechniken, die man im Judo nicht verwendet, die Sambo aber besonders effektiv machen.

Gewonnen wird nach Punkten oder wenn ein Gegner aufgibt.

Judo war es auch, dass den neuen Kampfsport über die Grenzen der Sowjetunion hinaus bekannt machte. Die Sambo Kämpfer traten erfolgreich bei internationalen Judo Wettbewerben an. Darum wird auch vom russischen Judo gesprochen. Bis heute gibt es keine nennenswerten Judoschulen in Russland.

 

Combat (Bojewoje) Sambo

Eine weitere Entwicklung ist das Combat Sambo, das den modernen Mixed Martial Arts ähnelt.

Hier können noch zusätzlich Schläge, Tritte und Würge-Techniken eingesetzt werden.

Die Trainingsausrüstung wird dementsprechend erweitert um Kopfschutz, Zahnschutz, Tiefschutz, Schienbein- und Spannschutz und Free-Fight Boxhandschuhe.

Beim diesem Kampfstil kommen noch Techniken dazu von MMA, Pankration, Boxen, Taiboxen, Kikboxen und Brasilian Jiu-Jitzu.

Daneben gibt es noch Combat Sambo für Militär und Polizei. Dazu gehören Festnahmetechniken und Nahkampftechniken mit Waffen. Auch hier wurden die effektivsten Techniken von den unterschiedlichsten Kampftechniken übernommen.

 

Im Video (Spieldauer 03:23 Minuten) sind Ausschnitte aus dem International Competition „Saxony Cup 2012“ zu sehen.

 

Die Trainingsbekleidung

Sambokämpfer tragen bei Training und Wettkämpfen eine spezielle Kleidung.

Die Kombination besteht aus einer eng anliegenden Jacke (Kurtka) und einem Gurt, der die Jacke festhält. Dazu wird eine kurze Hose getragen und lederne Schuhe.

Wenn bei Judo-Wettkämpfen angetreten wird, dann wird natürlich ein Judoanzug getragen und die Matten werden barfuß betreten.

 

Techniken

Die wichtigsten Techniken sind Falltechniken, Wurftechniken, Hebeltechniken und Haltegriffe.

Der Kampfstil entwickelt Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit.

Hier weitere Informationen zum Thema Sambo (Kampfsport) – beim freien Lexikon Wikipedia

 

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