Taikiken – ist die Innere Kampfkunst Yiquan mit Waffen

Taikiken ist ein junger Kampfsport aus Japan.

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Taikiken ist die japanische Version der chinesischen Kampfkunst Yiquan.

TaiKiKen könnte ins Chinesische übersetzt werden als: DaQiQuan = Boxen der großen Energie. Während das ursprüngliche YiQuan eher bedeutet: Geist-Boxen.

Die Idee zu Taikiken entsteht aus einem Zweikampf

Alles begann mit einem Zweikampf.

Der japanische Kampfsportler Sawai Kenichi hörte in China von einem Kampfkunstmeister, den niemand im Kampf besiegen konnte. Er suchte ihn auf, um ihn zu einen Zweikampf aufzufordern.

Dieser Meister war Wang Xiangzhai, der Begründer der Kampfkunst Yiquan. Er bot keinen gefährlichen Anblick. Er war klein und dünn.

Im Zweikampf aber schien es, als wäre er ein Riese. Er schleuderte seinen Angreifer mühelos durch die Luft, ohne selbst ein Anzeichen von Anstrengung zu zeigen. Sawai Kenichi hatte das Gefühl, von Elefanten niedergetrampelt worden zu sein.

Der Japaner schlug dem Chinesen vor, das Duell mit Waffen zu führen. Meister Wang Xiangzhai war einverstanden, verzichtete aber darauf, selbst eine Waffe in die Hand zu nehmen. Ohne Waffe würde er sich sicherer fühlen.

Sawai Kenichi griff mit hölzernen Schwert und Stock an und flog wieder durch die Luft. Nach dieser Erfahrung bat er Meister Wang Xiangzhai darum, von ihm als Schüler aufgenommen zu werden. Es brauchte einige Hartnäckigkeit, bis seine Bitte akzeptiert wurde.

Mit seinen neuen Fähigkeiten kehrte er nach Japan zurück, genauer gesagt nach Okinawa. Hier begann er selbst, diese Kampfkunst zu unterrichten.

 

Im Video (Spieldauer 19:25 Minuten) werden Basisbewegungen im Taikiken gezeigt.

 

Aus Yiquan wird Taikiken

Meister Wang Xiangzhai hatte die innere Kampfkunst Yiquan entwickelt. Dafür filterte er die Essenz aus allen inneren Kampfkünsten heraus. Seiner Meinung nach wurden viel zu viele Formen geübt, die wiederum aus vielen überflüssigen Figuren bestanden. Er konzentrierte seinen Kampfsport auf ein paar grundlegende Übungen.

Das Ergebnis war ein Übungssystem, das von außen betrachtet aussah wie eine Zen Meditation. Der Übende scheint sich kaum oder überhaupt nicht zu bewegen. Der Körper wird hauptsächlich innerlich über die Vorstellungskraft trainiert. Nicht ohne Grund wird manchmal auch von Zen-Boxen gesprochen.

Sawai Kenichi entwickelte aus Yiquan seine Kampfkunst Taikiken. Als er nach Japan zurückgekehrt war, kombinierte er die Yiquan-Übungen mit Techniken der japanischen Kampfsportarten. Dazu gehörte auch der Umgang mit Waffen. So entstand in den 1950er Jahren der neue Kampfsport.

 

Im Video (Spieldauer 09:47 Minuten) wird ein Training in Japan gezeigt.

 

Taikiken und seine vielen Stile

Es gibt nicht den einen Nachfolger von Sawai Kenichi, es gibt viele Nachfolger. Entsprechend viele Variationen und Herangehensweisen von Taikiken haben sich gebildet. Das spontane sich bewegen ist bei allen aber das große Ziel geblieben.

Eine häufige Verbreitung findet Taikiken als Zusatzübung für andere Kampfsportarten. Mit dieser „geheimen Übung“ der „inneren Faust“ soll die Energie im Körper gestärkt und die Schlagkraft erhöht werden.

Mehr Informationen und Schulen auf dieser englischen Seite: taikiken.org

 

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Im Straßenkampf überleben – Buch: Das Wissen, das man nicht im Dojo lernt. Rechtzeitig erkennen, wenn jemand einen unerwartet angreifen will. Wie reagieren, wenn jemand einem böse Blicke zuwirft? Tricks und Geschichten.: Billige Tricks, Hinterhalte und andere Lektionen: Ein grundlegendes Handbuch über die Selbstverteidigung und das Überleben. Buch. – ansehen bei Amazon

 

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