Selbstverteidigung lernen – die besten Kampfsportarten

Frauen erfahren eine andere Gewalt als Männer, weil sie andere körperliche Voraussetzungen haben. In der Selbstverteidigung sucht die Frau die Abwehr und keinen Sieg. Das Stinktier ist eine Meisterin im Abwehren, in jedem Kampf wäre sie unterlegen. Das Stinktier hat sich einen Ruf erstunken, der Selbstverteidigung nicht mehr nötig macht. Die Größe eines Angreifers spielt dabei keine Rolle. Das ist auch das Ziel einer jeden Selbstverteidigung.

Wendo ist eine Selbstverteidigung für Frauen, entwickelt von Feministinnen. Es ist keine Kampfsportart mit Wettkämpfen, sondern ein Abwehren von Belästigungen jeder Art. Gegen die Kerle natürlich. Der Begriff Bedrohung ist hier weit gefasst.

Belästigung beginnt als Spiel. Der Angreifer tastet sich heran. Zu Beginn ist es noch nicht das, was eine Frau als Belästigung bezeichnen könnte. Je eher eine Frau auf eine Belästigung reagiert, umso mehr Möglichkeiten hat sie.

Die Selbstbehauptung der Frau beginnt mit der Ablehnung einer Provokation. Wenn ein klares NEIN nicht reicht, dann beginnt die Selbstverteidigung. Das Weib hat dann immer noch eine ganze Reihe von Optionen. Es kann seine Reaktion dosieren. Eine kleine Dosis reicht oft schon.

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Im Video (Spieldauer 02:01 Minuten) sind Impressionen von einem Selbstverteidigungslehrgang zu sehen. Ort ist das Otto Hahn Gymnasium Tuttlingen. Die Kinder sind in unterschiedlichem Alter. Es werden unterschiedliche Techniken ausprobiert.

Selbstverteidigung für Rettungskräfte – Buch: Gefahrenradar entwickeln. Patientenschonende Selbstverteidigung. Umgang mit Schaulustigen, mit psychischen Herausforderungen (Demenz, Autismus …) oder bei Patienten mit einem Hund.: Gewalt im Rettungsdienst: Eigensicherung, Deeskalation, Selbstverteidigung. Buch. – ansehen bei Amazon

Ich bin dann Mal weg. Gar nicht da sein, ist die beste Selbstverteidigung wo gibt, besonders für die Frau.

Brenzligen Situationen aus dem Weg gehen, bevor sie auftreten. Wenn die Frau in eine bedrohliche Situation gerät, in der sie zahlenmäßig oder kräftemäßig klar unterlegen ist, wenn es nicht nur gegen einen einzigen Typen geht, kommt die Selbstverteidigung an ihre Grenzen, bevor sie überhaupt beginnt. Besser als Gefahrensituationen zu entschärfen ist es, Gefahren und aus dem Weg zu gehen, weil sie diese rechtzeitig erkennt. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Situationen immer auch nach ihrer Gefährlichkeit einordnen. Eine beleuchtete Strasse ist besser als eine dunkle. Eine belebte Strasse ist besser als eine einsame. Die sichere Variante wählen. Immer einen Fluchtplan haben. Wo befinden sich Helfer in der Nähe? Ihre Instinkte kann eine Frau auch trainieren: Kyudo – Intuition trainieren mit dem Bogen

Zähne zeigen Selbstverteidigung sieht man Frauen an

Täter suchen keine Gegnerin, sie suchen eine Opferin. Belästiger schauen nicht nach der schönsten Frau in der Runde. Sie suchen die Frau, die alles mit sich machen lässt. Je selbstbewusster eine Frau auftritt, umso weniger braucht sie körperliche Selbstverteidigung. Ein Typ fühlt sich einer Frau ganz natürlich körperlich überlegen. Die Frau muss ihn an seiner Überlegenheit zweifeln lassen. Das muss sie mit ihrer Körpersprache tun, aufrecht und selbstsicher. Die Frau darf auch in Tiefgaragen oder Sackgassen nicht in eine Schockstarre verfallen, wenn sie angesprochen wird. Ein zielgerichtetes Auftreten hilft aus der stillen Opferrolle. So braucht sie nicht zu schlagen und kann den Mann schonen.

Stimmgewalt Eine heisere Frau ist nur eine halbe Frau.

Wenn Frau Selbstverteidigung lernt, sollte ihr klar sein, dass die Stimme ihre wichtigste Waffe ist. Eine Frau trainiert besser ihre Stimme als den Bizeps.

Laut und deutlich sagen, wenn sie etwas nicht will. So dass es auch die Umstehenden hören können. Durch laute Kommentare auf die Situation aufmerksam machen. Fehlverhalten nicht nur körperlich abwehren sondern auch laut benennen. „Lassen Sie meinen Arm los.“ Keinen Angriff still erdulden. Zu den Techniken der Deeskalation gehört lautes Schreien, sich bereits mit der Stimme zur Wehr zu setzen. Das vertreibt einen Angreifer, mindestens verunsichert es ihn. Spätesten dann merkt er, dass die Frau kein leichtes Opfer ist.

Mehr als S e l b s t verteidigung In der Selbstverteidigung lernen Frauen durch das Einfordern von Hilfe

In der Gruppe ist eine Frau stärker. Wenn sie nicht in einer Gruppe ist, muss sie sich halt eine schaffen, zumindest wenn sie Selbstverteidigung braucht. Dazu gehört, Unbeteiligte in ihren Widerstand mit einzubeziehen. Ein gutes Mittel dafür ist es, einfach einen Verantwortlichen zu bennen. Von einem konkreten Unstehenden Hilfe einzufordern, statt darauf zu waren, dass irgendjemand hilft. Nicht allgemein sondern ganz konkret. „Sie in der roten Jacke, rufen Sie die Polizei!“ Wer sich direkt angesprochen fühlt, wird viel wahrscheinlicher helfen. Wenn niemand da ist, dann an ein Fenster klopfen, an einer Tür klingeln, eine Notrufsäule nutzen, das Handy zücken oder was sonst gerade möglich ist. Keine Hemmungen. Je mehr Aufsehen um so besser.

Eine Kratzbürste fasst Mann nicht an Selbstverteidigung für Frauen durch NEIN sagen mit dem Körper

Wenn sie körperlich angegriffen wird, muss Frau immer körperlichen Widerstand leisten, auch wenn der Angreifer größer und schwerer ist, also von Anfang an klar überlegen. Auf jeden körperlichen Angriff muss eine körperliche Reaktion erfolgen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht erfolgreich ist. Das macht den Zuseherinnen überdeutlich, dass Frau das nicht will. Es macht dem Belästiger überdeutlich, Frau will das nicht. Zunächst einmal sagt sie laut Stopp und streckt dem Gegenüber die Hände entgegen. Durchaus auch Schlagen mit den Händen.

Immer im Blick Selbstverteidigung für Frauen durch ständigen Blick auf den Feind

Eine Besonderheit von Frauen ist es, das ein Angreifer nur die Hand zu heben braucht und schon hält die Frau die Hand vors Gesicht. Sie fällt in Schockstarre. Das Sehen ist aber die erste Voraussetzung für körperlichen Widerstand. Für eine erfolgreiche Selbstverteidigung muss eine Frau immer sehen, was auf sie zukommt. Nur dann kann sie auf einen Angriff reagieren. Augen zu ist der Verzicht auf Widerstand.

Heiße Herdplatte sein Verletzen will sie nicht, weh tun aber schon

Es kann sein, dass eine Frau zur Selbstverteidigung weh tun muss. Da ihr Ziel aber nur das Abwehren ist und nicht das Besiegen, reicht es Schmerzen zu verursachen, bis der Angreifer abläßt. Um damit schnell erfolgreich zu sein, sollte die Frau gleich auf die schlimmen Stellen gehen. Klassisch ein Kinnhaken oder ein Tritt zwischen die Beine.

Auf diesem Gebiet sind Wissen und Können hilfreich, um gezielt und dosiert auf die vitalen Punkte schlagen zu können.: Kyusho Jitsu – gezielte Fingerstöße auf die Vitalpunkte

Gelernte Pfeffersprayerin Ohne einen Berufsabschluss in Pfefferspray, sollte eine Frau es nicht zur Selbstverteidung gegen einen Typ benutzen.

Sobald eine Frau eine Waffe zur Hand nimmt, hat sie eine Garantie. Sie macht damit den Angreifer zum Opfer. Alles was der ab jetzt unternimmt, ist plötzlich Selbstverteidigung. Das so erkaufte Gefühl von Sicherheit hat für die Frau noch mehr Konsequenzen. Da ist der rechtliche Aspekt. Die Waffe kann der Frau weggenommen und gegen sie selbst gerichtet werden. Sie kann sich selbst damit verletzen.

Dann lieber das Selbstverteidigungssystem Krav Maga, dessen Motto ist: „Nur so lange kämpfen, bis Frau fliehen kann.“ Ein „Kampfsport“ auch mit Techniken zur Deeskalation.

Kampf ohne Sport Selbstverteidigung mit dem Körper ist nicht zivilisiert

Selbstverteidigung ist das Gegenteil von Kampfsport. In der Selbstverteidigung will Frau den Zweikampf vermeiden. Wenn sie doch muss, dann nicht nach irgendwelchen Regeln, nicht zivilisiert und auf keinen Fall fair. Sie will ihrem Angreifer nach dem Kampf nicht die Hand geben.

Ein Kampfsport hat aber den Vorteil, dass das Training der Frau systematisch die Schlaghemmung nimmt. Frau kann zuschlagen. Sie fühlt sich nicht mehr wehrlos. Das gibt ihr Selbstvertrauen, ein ganz anderes Auftreten, eine wehrhafte Ausstrahlung. Matte und Straße bleiben aber trotzdem unterschiedliche Situationen. Der Gegner ist auf der Matte berechenbar. Zeit, Ort und Regeln sind festgelegt. Der Angriff auf der Straße kommt plötzlich aus dem Hinterhalt. Mit unfairen Methoden. Da werden Arme festgehalten, gewürgt oder an den Haaren gepackt. Zur Selbstverteidigung reicht ein Kampfsport nicht aus. Es gibt keine Punkte für die Einhaltung von Regeln, es wird kein Schönheitspreis gewonnen. Da wird auch gekämpft mit treten, beißen oder kratzen. Zur Waffe dient eine Handtasche oder ein Schlüsselbund.

Das Ziel des Kampfes ist, die Möglichkeit zu gewinnen, weg zu kommen.

 

 

Notwehr aus Sicht der Juristen – Buch: Wenn Selbstverteidigung mit einer Körperverletzung endet, dann beginnt der eigentliche Kampf erst danach. Die Zeugen haben vieles nicht mitbekommen. Polizei, Staatsanwalt und Richter haben jeder ihre eigene Logik. Ein Kampfsport-Trainer und Rechtsanwalt zeigt an vielen Beispielen, welche Fallstricke auf einen lauern, wenn man sich auf Notwehr berufen will und was man schon vorher besser machen sollte.: Notwehrrecht in der Praxis: Handbuch für Kampfkünstler. Buch. – ansehen bei Amazon

 

 

Ein Kampfsport kann einer Frau zwar helfen, ihre Kondition aufzubauen, aber das kann Handball auch.

Die Methode des Stinktiers ist immer noch die beste. So lange es aber noch kein Parfum mit dem Geruch eines Stinktiers gibt, muss es auch anders gehen.

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3 Gedanken zu „Selbstverteidigung lernen – die besten Kampfsportarten“

  1. Hallo Heiko,

    sehr schöner und vor allem informativer Artikel. Ich selbst bin ein großer Fan von Anti Terror Streetfight (ATS) und Arnis. Klasse, dass du beide aufgenommen hast.

    Du könntest noch Kickboxen oder Muay Thai in deine Übersicht mit aufnehmen. Meiner Meinung beides sehr interessante Kampfsportarten, wenn man unter dem Aspekt Selbstverteidigung auswählt.

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